Wozu brauche ich einen professionellen Autor?



Als freier Autor kann man wenige Textproben aus seinem Arbeitsalltag auf der Webseite einbinden, denn meist überträgt man sämtliche Nutzungsrechte auf seinen Kunden.
Deswegen habe ich Ihnen einen eigenen Text geschrieben, der verschiedenen Funktionen erfüllt: Er erzählt Ihnen Wissenswertes über den Job eines freien Autors und erklärt Ihnen nebenbei, warum es eine gute Idee ist, einen freien Autoren zu engagieren.
Zudem gefällt der Text auch Suchmaschinen. Wenn es nämlich eines gibt, das Google wirklich liebt, dann sind das Listen im Frage- und Antwortformat. Es geht los:

Warum soll ich einen professionellen Autor engagieren?


Schreiben kann jeder. Deswegen können Sie das auch selbst machen, oder? Na ja. Es kann ja auch jeder eine Schere halten. Aber schneiden Sie sich deswegen selbst die Haare? Eben. Ein guter professioneller Autor macht mehr, als nur Worte aneinander zu reihen. Ein professioneller Autor macht sich ein Bild von Ihrem Unternehmen, dem Sinn und Zweck Ihrer Inhalte und von Ihrer Zielgruppe, um dann die Texte in Stil und Tonalität perfekt auf die Leser zuzuschneiden. Ein professioneller Autor macht eine saubere Recherche, um herauszufinden, welche Inhalte wirklich relevant sind. Er findet heraus, welche Fragen der Leser hat, bevor der das selbst weiß, und spricht so mit ihm, dass er die Informationen nicht nur aufnimmt, sondern auch im Gedächtnis behält.



Was ist Storytelling und brauche ich das?


Bad News: Ihr Gehirn ist eine Niete im Erinnern von Datenmengen. Good News: Es ist meisterhaft im Erinnern von kausalen Zusammenhängen und szenischen Abläufen. Ein Test: Können Sie mir mal schnell den sechzehn stelligen WPA Schlüssel für das WLAN diktieren? Vermutlich nicht. Können Sie mir stattdessen schnell die Geschichte erzählen, wie Sie sich das erste Mal verliebt haben? Das ist sicher kein Problem, obwohl es schon 22 Jahre her ist. Sie wissen noch, was für ein Wetter an diesem schicksalhaften Tag war, an welcher Straßenecke Sie standen, über welches Thema sie sich mit Ihrem Schulfreund unterhalten haben und welche Farbe dessen Socken hatten, als das Mädchen oder der Junge Ihrer Träume um die Ecke bog. Das ist ganz schön viel Information, während das WLAN-Passwort ja nur aus ein paar kleinen Ziffern besteht. Wieso können wir uns die Geschichte trotzdem so viel besser merken?

Unsere Gehirne bewerten Erinnerungswürdiges nicht nach Datenmenge, sondern nach Bedeutung. Und Bedeutungsvolles erkennen wir daran, dass es starke Emotionen in uns auslöst. Mit anderen Worten: Ihr Gehirn ist spezialisiert auf Geschichten. Wenn Sie wollen, dass etwas im Gedächtnis hängen bleibt, reicht es nicht, die harten kalten Daten und Fakten aufzuzählen. Sie müssen eine Geschichte erzählen, die Ihre Leser berührt.



Woran erkenne ich einen guten SEO-Text?


Früher war mit »SEO-Text« ein Text gemeint, in den so viele Keywords wie nur möglich gestopft worden waren. Das bedeutete für den Betreiber eines Hundesalons beispielsweise folgendes:


Heute wertet Google eine hohe Keyword-Dichte als Spam und uns bleiben solche Materialschlachten erspart.
Aber was ist dann ein guter SEO-Text? Ein guter SEO-Text ist einfach ein guter Text. Einer, der informiert, unterhält, gut geschrieben ist, Mehrwert bietet und dem Leser etwas erzählt, was der noch nicht weiß. Ein Text, der Kompliziertes einfach erklärt. Ein Text, der so lang ist wie nötig und so kurz wie möglich.
Da die Maschine im Gegensatz zu uns keine Gefühle hat, verlässt sie sich nicht auf ihr eigenes Urteil. Sie beobachtet stattdessen, was wir tun. Wenn Menschen den Text mögen, Zeit mit ihm verbringen, ihn verlinken und weiterempfehlen, schlussfolgert die Maschine: Das ist offenbar ein guter Text. Und rankt ihn höher. Fazit: Um einen Text zu schreiben, den die Suchmaschine gut findet, muss man einen Text schreiben, den Menschen gut finden.

Wozu brauche ich Grafikdesign?


Viele Leute sind der Meinung, die grafische Gestaltung eines Textes sei nicht wichtig, wenn er nur gute Inhalte hat. Dass es egal sei, ob eine Mitarbeiterin im Businesskostüm oder im Schlafanzug zum Meeting erscheint, da allein ihr Charakter zählt.
Weil ein Bild bekanntlich mehr sagt als tausend Worte, habe ich Ihnen den Unterschied zwischen einem professionell gestalteten und einem nicht so professionell gestalteten Text unten mithilfe von Spaghetti Bolognese visualisiert: Welches Bild würde Sie eher für ein Pastagericht begeistern?
Wenn Sie den rechten Teller vorziehen, fallen Sie bestimmt auch auf gutes Grafikdesign rein. Man könnte Ihnen jetzt Oberflächlichkeit unterstellen. Es ist schließlich das gleiche Gericht. Die beiden Abendessen, die Sie sehen, unterscheiden sich lediglich durch Präsentation, Strukturierung, Tonalität, Stimmung, Farben, Formen und Perspektive.
Genau so drastisch unterschiedlich kann man auch Texte grafisch aufbereiten, ohne ihren Inhalt zu verändern. Das könnte man oberflächlich finden und darüber frustriert sein. Aber es hilft alles nichts: Design wirkt.



Was kann eine gute Autorin für mich tun?


Eine gute Autorin schreibt zunächst einmal natürlich elegant formulierte, fehlerfreie, originäre, sinnvoll strukturierte Texte. Aber es braucht noch ein paar mehr Eigenschaften, um sich als gute Texterin zu qualifizieren:

  • Empathie. Ihre Texterin sollte empathisch sein, um sich in Ihre Leser hinein versetzen zu können und ihre Bedürfnisse, Einstellungen, Ideale und Idole zu verstehen.
  • Kreativität. Ihre Autorin sollte kreativ sein und die Dinge so sagen, dass man nicht das Gefühl hat, sie schon tausendmal gehört zu haben.
  • Allgemeinbildung. Eine breite Allgemeinbildung ist unbezahlbar für einen Texter – denn sie ermöglicht uns, um die Ecke zu denken, originelle und überraschende Zusammenhänge herzustellen und Klischees zu vermeiden.
  • Stilsicherheit. Eine gute Autorin spricht mehrere Stilsprachen. Und schreibt für einen Sexshop anders als für eine Versicherungsunternehmen. Lassen Sie sich vor Projektstart Arbeitsproben geben.
  • Selbstmanagement. Der beste Text nützt Ihnen nichts, wenn er zu spät geliefert wird. Ihre Autorin sollte daher gut organisiert sein und wissen, wie viel Zeit sie für die Recherche und das Schreiben braucht. Sie sollte Ihnen vor Projektstart einen transparenten Kostenvoranschlag schreiben, in dem alle Leistungen und deren Preise einzeln aufgeschlüsselt sind. 

Was kann ich für meinen freien Autoren tun?


Auch wenn Schreiben nicht Ihr Ding ist, können Sie einiges dazu beitragen, damit Ihr Autor einen guten Job machen kann.
Das A und O eines guten Textes ist ein gutes Briefing. Das Briefing ist dazu da, möglichst genau zu beschreiben, was Sie wollen.
Sie selbst kennen Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung am besten: Sie wissen, wer die potenziellen Kunden sind und auf welchen Kanälen Ihre Kunden den Content konsumieren werden. Sie wissen, nach welchen Keywords Ihre Kunden suchen und was die Alleinstellungsmerkmale Ihres Produktes sind. All das gehört ins Briefing. Wenn es bereits Inhalte von konkurrierenden Firmen gibt, verweisen Sie darauf und schreiben Sie dazu, inwiefern Sie sich davon unterscheiden wollen. Legen Sie fest, was der Text für einen Mehrwert haben soll, abgesehen davon, Ihr Produkt zu verkaufen. Soll er unterhalten, aufklären, provozieren oder informieren?
Je genauer Ihre Vorstellungen sind, desto besser und schneller kann Ihr Autor arbeiten und umso glücklicher werden Sie am Ende mit dem Ergebnis sein. 


Mark